Diskussionsrunde mit MdA Henner Schmidt

Zum Beginn der vorlesungsfreien Zeit traf sich der Landesverband am 19. Juli mit dem LHG-Mitglied der ersten Stunde getroffen: Henner Schmidt nahm sich die Zeit und sprach mit uns über die Anfänge des Bundesverbandes der Liberalen Hochschulgruppen: 1987 wurde der Dachverband gegründet. Zuvor gab es Bestrebungen der FDP wieder einen parteinahen Studentenverband aufzubauen, denn 1969 trennte sich der Liberale Studentenbund Deutschlands (LSD) von der Partei. Bis 1987 gab es zwei Verbände, die sich regional gegründet haben. Die Liberale Studenteninitiative und die Hochschul-Julis lieferten sich einen „Wettbewerb der Gründungen“ bis der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen ins Leben gerufen wurde.

Nach weiteren Einblicken in die Gründungsgeschichte, diskutierten wir über das allgemeine politische Mandant, die Pflichtmitgliedschaft in der verfassten Studierendenschaft und dem Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium.

Über weitere Termine halten wir euch auf dem Laufenden.

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10 Jahre Warten auf Bologna

LHG fordert Hochschulfreiheitsgesetz für Berlin

Berlin. Die Novelle zum Berliner Hochschulgesetz wird am Donnerstag voraussichtlich mit der rot-roten Mehrheit beschlossen. „Bereits seit mehr als zehn Jahren wird an der  Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums gearbeitet und die Wissenschaftsstadt Berlin hat dafür bisher keine moderne Hochschulgesetzgebung zustande gebracht.“, sagte Sven Hilgers, der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Berlin/Brandenburg.

„Nach zehnjähriger Wartezeit erwacht der Berliner Senat endlich und Bildungssenator Jürgen Zöllner bringt ein paar Monate vor der Wahl mit beschlossener Dringlichkeit eine Novelle auf den Weg. Dabei hat er versäumt alle Beteiligten – vor allem die Studierenden – einzubinden, um den Berliner Hochschulstandort zu reformieren.“, gibt Hilgers zu bedenken. „Statt einer modernen Gesetzgebung  liefert Rot-Rot lediglich eine Verschlimmbesserung.“, kritisierte Hilgers, „Die Novelle wird dem allgemeinen Anspruch an ein Hochschulgesetz, den Rahmen für Universitäten zu geben statt in sie hineinzuregieren, nicht gerecht. Die Betreuung für die Bachelor- und Masterarbeiten ist nicht geregelt und die Diskriminierung von privaten Hochschulen wird beibehalten. Das ist keine akzeptable Lösung.“

„Das Gesetz beschneidet Handlungsspielräume der Hochschulen und setzt die reine Verwaltung der Hochschulen fort. Die Einheit von Lehre und Forschung nach dem  Humboldt’schen  Bildungsideal soll und muss gewahrt werden. Wir wollen keine Lehrprofessuren.“, so Hilgers.  Die Liberalen Hochschulgruppen Berlin/Brandenburg lehnen die Novelle ab und fordern stattdessen ein Hochschulfreiheitsgesetz für die Berliner Hochschulen. Dieses soll den Hochschulen ausreichend Freiheit zum Gestalten geben und somit optimale Bedingungen für exzellente Lehre und Forschung schaffen. „Hochschulen sollen gestalten und nicht verwalten.“, bringt Hilgers die Kritik auf den Punkt.

(Pressemitteilung vom 11. Mai 2011)

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Sven Hilgers als Landesvorsitzender bestätigt

Erfolgreiche Mitgliederversammlung der LHG

Berlin. Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Berlin/Brandenburg hat auf seiner Mitgliederversammlung am 30. April den Landesvorstand neu gewählt. Alter und neuer Vorsitzender ist der Berliner Politikstudent Sven Hilgers (22). Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Schatzmeister Manuel Kühn (23) und der stellvertretende Vorsitzende für Organisation Artur Baranski (22). Neu im Vorstand ist Josephine Dietzsch (21) als stellvertretende Vorsitzende für Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

Der wiedergewählte Landesvorsitzende Hilgers zeigte sich zufrieden: “Ich freue mich mit einem starken Team weiter für bessere Hochschulpolitik in Berlin und Brandenburg streiten zu können. Die Liberalen Hochschulgruppen sind gut aufgestellt und mit dem Liberalen Campus an der Europauniversität in Frankfurt sogar am AStA beteiligt.” Für die rot-roten  Landesregierungen in Berlin und Brandenburg hatte Hilgers dagegen nur Kritik übrig: “Die einen nehmen den Hochschulen durch Bildungskürzungen jeglichen Handlungsspielraum und die anderen überregulieren sie durch verschlimmbesserte Hochschulgesetze. Wir wollen ausfinanzierte freie Hochschulen, die den Studierenden die besten Studienbedingungen bieten können. Dafür treten wir vor Ort und auf Landesebene ein.”

Neben den Wahlen hat die Landesmitgliederversammlung eine umfassende Satzungsreform beschlossen. Außerdem wurden Anträge zur Vertretung der studentischen Interessen auf Landesebene und zum Übergang zwischen Bachelor- und Masterstudium beschlossen. “Der Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium ist gepflastert mit Stolpersteinen. Es bedarf endlich innovativer Regelungen und bessere Beratungsangebote, damit die Absolventen einen guten Start ins Berufsleben haben oder direkt ein Masterstudium anschließen können.”, sagte der Landesvorsitzende gerichtet an Politik und Hochschulen.

(Pressemitteilung vom 02. Mai 2011)

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Stipendien für Mediziner

Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Berlin/Brandenburg, Sven Hilgers (22), forderte heute in Potsdam die Einrichtung eines Stipendiensystems für Medizinstudenten, die im ländlichen Raum praktizieren wollen. Im Hinblick auf den Ärztemangel in Brandenburg erklärte Hilgers dazu: „Wir brauchen Anreize um mehr Medizinstudenten von der Arbeit im ländlichen Raum zu überzeugen. Wenn Brandenburg schon seine Mediziner in Berlin ausbilden lässt, muss das Land zumindest Mittel in die Hand nehmen, um die Versorgung sicherzustellen.” Das Stipendiensystem soll dabei zunächst 500 Euro im Monat für jeden Medizinstudenten zur Verfügung stellen, der sich bereit erklärt, für einige Jahre in Brandenburg Patientienten zu versorgen. „Damit würde das Land gleich zwei Ziele erreichen. Neben der Bekämpfung des Ärtztemangels würde ein zusätzliches Element der Studienfinanzierung geschaffen werden”, zeigt sich Hilgers zuversichtlich, dass die Nachwuchsmediziner das Angebot auch annehmen würden.

Den Verweis auf die knappe Haushaltslage in Brandenburg lässt Hilgers nicht gelten: „Das ist doch genau das Problem der brandenburgischen Landes- regierung. Sie spart absolut undifferenziert. Auf der einen Seite kürzt sie die Rücklagen der Hochschulen um auf der anderen Seite ein ineffizientes Taschengeld mit dem Namen ‚SchülerBAföG‘ einzuführen. Es gibt noch viele weitere Beispiele, in denen die Landesregierung vorgibt, dem Sparen zu huldigen, stattdessen jedoch absolut verschwenderisch mit dem Geld der Bürger umgeht.”

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Hochschulfreiheit neu denken

Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Berlin/ Brandenburg hat am 5. Februar ein Seminar zum Thema Hochschulfreiheit in Berlin und Brandenburg veranstaltet. Dabei diskutierten die überwiegend studentischen Teilnehmer mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft über die zahlreichen Facetten freier Hochschulen. Der Landesvorsitzende Sven Hilgers freut sich über ein erfolgreiches Tagesseminar in Berlin: “Es ist wichtig über das Potential, aber auch die Grenzen von Hoch- schulfreiheit zu sprechen. Wir haben kontrovers aber konstruktiv die verschiedensten Elemente diskutiert.”

Den Anfang machte der forschungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Martin Neumann, der in seinem Vortrag den Begriff Hochschulfreiheit mit leben füllte und auf die Organisationsform der Hochschulen einging. Neuman konnte dabei auch von seinen Erfahrungen als Hochschulprofessor während der Umsetzung des Bolognaprozesses berichten. Der Landesvorsitzende der LHG, Hilgers, gibt zu bedenken, dass es nicht selten an den Professoren lag, dass die Studiengänge so überfrachtet gestaltet wurden: “Jeder hat versucht sein Fachgebiet noch in den neuen Studiengängen unterzubringen, das kann nicht funktionieren.”

Nach der Mittagspause sprachen der Wirtschaftswissens- chaftler Stefan Kooths und der hochschulpolitische Sprecher der FDP-Abgeordnetenhausfraktion, Mirco Dragowski, über die Bedeutung der Hoch- schulfinanzierung für die Hochschulfreiheit. Dabei kritisierten beide die massive Unterfinanzierung der Hochschulen und verwiesen auf Alternativen zum jetzigen Modell. Insbesondere die Abhängigkeit von staatlichen Haushaltslagen und die mangelnden Foundraising- Aktivitäten wurden als Probleme benannt. Wenig Diskussion gab es dabei über die Forderung nach der Abschaffung der Kapazitätsverordnung, die eine qualitive Verbesserung der Lehre nazu unmöglich mache.

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Bildungskürzungen – Rot-Rot gefährdet unsere Zukunft

Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Berlin/ Brandenburg zeigt sich enttäuscht und verärgert über die erneuten Bildungskürzungen der Rot-Roten Landesregierung in Brandenburg. Der Landesvorsitzende der LHG Berlin/ Brandenburg Sven Hilgers erklärt dazu: „Es ist für mich unverständlich, wie Rot-Rot ernsthaft ankündigen kann, den Etat für Bildung um 20% zu kürzen. Platzeck verdeutlicht einmal mehr, wie intelligentes Sparen eben nicht funktioniert. Insbesondere die Bildung ist doch in der Lage die Zukunft des Landes Brandenburg zu sichern.“

Mit dem Verweis auf die bereits im Herbst erfolgte Entnahme der Hochschulrücklagen fordert Hilgers die Landesregierung auf, endlich Schluss zu machen mit dieser zukunftsfeindlichen Politik: „Kurzfristig mag diese Politik zu Spareffekten führen. Längerfristig gesehen schadet diese Politik aber nicht nur den jungen Menschen in Brandenburg, sondern schwächt auch den Wirtschaftsstandort.“ Denn, so Hilgers weiter, die Unternehmen seien auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen.

Im Hinblick auf die Wissenschaftsregion Berlin/ Brandenburg äußert Hilgers sich besorgt: „Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Brandenburg haben unglaubliches Potential, dieses weckt man aber nicht mit wiederholten Kürzungen. Um Drittmittel einzuwerben benötigen die Hochschulen eine solide Grundfinanzierung und keine ständige Verunsicherung durch die Politik“

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Einsteinstiftung in Stiftung für Lehre umwandeln

Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen fordert die Einsteinstiftung in eine Stiftung für Lehre umzuwandeln. Die Stiftung für Lehre soll ein Anreizsystem für innovative und exzellente Lehre  an den Berliner Universitäten schaffen. Mit den Mitteln der Stiftung sollen zusätzliche Lehraufträge an überfüllten Fachbereichen geschaffen werden. Außerdem sollen Wissenschaftler belohnt werden, die sich in besonderer Weise der Lehre widmen. Gefördert werden sollen dabei ausgereifte Lehrkonzepte, exzellente Lehrveranstaltungen und innovative Studiengänge. Wichtig für eine solche Stiftung ist, dass die mit diesen Mittel geförderte Lehre nicht  Kapizitätsrelevant sein darf. Dies bedeutet, wenn Lehre mit den Mittel der Stiftung finanziert wird, muss dadurch nicht die Aufnahmekapazität der Universität vergrößert werden.

Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Sven Hilgers erklärt dazu: „Die Einsteinstiftung hat sich in Berlin nicht unentbehrlich gemacht. Sie verwendet Geld, dass an den Universitäten an anderen Stellen  dringender benötigt wird.“ Im Hinblick auf die Forschungsausstattung in Berlin führt Hilgers weiter aus: „Berlin liegt in der Drittelmitteleinwerbung bundesweit an zweiter Stelle, bei der Ausstattung pro Student allerdings im unteren Mittelfeld. Dort besteht Handlungsbedarf für die Politik. Auch wenn die Lehre nicht der prestigeträchtigste Bereich ist muss der Senat hier die Qualität deutlich verbessern, schließlich geht es dabei nicht nur um den Forschernachwuchs, auch die Wirtschaft verlangt nach hervorragend ausgebildeten Fachkräften.“

Die Stiftung für Lehre sieht Hilgers dabei als adäquates Mittel um die Qualität der Lehre zu verbessern: „Durch eine Stiftung für Lehre werden gleich zwei Ziele erreicht. Auf der einen Seite erhöhen wir einseitig die Ausgaben für Lehre und auf der anderen Seite schaffen wir ein Anreizsystem für bessere Lehre. Aktuell scheint die Lehre oft ein Klotz am Bein der Forschung zu sein. Mit dieser Stiftung können angehende Forscher sich mit innovativen Lehrkonzepten profilieren. Auch eine Mischung aus Forschung und Lehre, beispielsweise in forschungsorientierten Projektkursen können so gefördert werden.“

Zum Qualitätspakt für Lehre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung äußert sich Hilgers zurückhaltend: „ Der Qualitätspakt für Lehre ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, nur bis dieser Wirklich wirkt kann es noch einige Zeit dauern. Die Studenten sitzen aber schon jetzt in überfüllten Vorlesungen und Seminaren. Bildungssenator Zöllner muss sich jetzt diesen Problemen stellen und sollte nicht am Prestigeprojekt Einsteinstiftung kleben. Harvard begegnet man nicht mit Symbolpolitik auf Augenhöhe, sondern in dem man den Forschernachwuchs exzellent ausbildet.“

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