Chancengerechtigkeit statt Lotterie

Am 06. September führen die Jungen Liberalen Berlin  im Rahmen ihre 30-Tage-Wahlkampfes zusammen mit der Bundesvorsitzenden der Liberalen Hochschulgruppen Kristina Kämpfer eine Masterlotterie durch. Vor dem Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin werden Masterplätze verlost, um auf Ungerechtigkeit und Intransparenz der Masterplatzvergabe aufmerksam zu machen.

Wer einen Masterplatz möchte, kommt einfach 14 Uhr zur Grimm-Bibliothek (Geschwister-Scholl-Str. 1, 10117 Berlin).

 

Dazu haben die Julis Berlin und der Landesverband der Liberalen Hochschulgruppen Berlin-Brandenburg verfasst:

Chancengerechtigkeit statt Lotterie!

Der Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium ist auch zehn Jahre nach Beginn des Bologna-Prozesses immer noch verkompliziert und stellt eine große Hürde für die Studierenden dar. Transparenz und faire Zulassungsbedingungen sind Mangelware, Wirrwarr und Lotterie stehen auf der Tagesordnung.

Laut Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 12. Juni 2003 sind Bachelor und Master „eigenständige berufsqualifizierende Hochschulabschlüsse“. Die Realität sieht allerdings anders aus. Oft genug wird der Bachelor als „Grundstudium“ angesehen. Entscheidende berufsrelevante Qualifikationen werden erst im Master vermittelt. Der Bachelorstudiengang benötigt Reformen, die sich nicht an vergangenen Strukturen orientiert. Zudem muss die Akzeptanz des Bachelorabschlusses in Wirtschaft und Verwaltung erhöht werden, sowie diskriminierende Regelungen abgebaut werden. Studierende sollen während ihres Studiums die Möglichkeit bekommen, Beratungen in Anspruch zu nehmen, die ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt aber auch zu einem weiterführenden Studium erleichtern. Hochschulen können dafür die Zugangshürden transparent darlegen und den eigenen Studierenden ein ausreichendes Beratungsangebot sicherstellen.

Die Beweislast für Fragen der Anerkennung eines Bachelorabschlusses muss umgekehrt werden. Es muss gelten: Ein Bachelorabschluss befähigt für ein fachverwandtes konsekutives Masterstudium. Die Hochschulen sind verpflichtet zu begründen, warum ein bestimmter Abschluss dies nicht tut. Unsachgemäße Hürden wie bspw. eine bestimmte Anzahl von ECTS in einem Studienabschnitt als Zugangsvoraussetzung lehnen wir ab.

Die Jungen Liberalen Berlin und die Liberalen Hochschulgruppen Berlin/Brandenburg fordern Politik, Wirtschaft und Hochschulen auf, sich für mehr Chancengerechtigkeit durch den besseren Übergang zwischen Bachelor- und Masterstudium einzusetzen.

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